globale Erwärmung

Seit Anfang der 1970iger Jahre, als die ersten Messungen der globalen Erderwärmung begannen und die ersten Anzeichen einer Erderwärmung festgestellt wurden, versuchen Wissenschaftler eine genaue Antwort auf die Ursache und dessen Auswirkungen auf unseren Planeten zu finden. Um eine globale Erderwärmung wirklich und real nachweisen zu können, waren jahrelange Satellitenobservationen und deren Datenauswertungen nötig, denn nur durch die genauen Analysen dieser gesammelten Daten, wurde ein plausibler Nachweis einer globalen Erderwärmung möglich.

Unsere Erde, war zunächst nach ihrer Entstehung für Millionen von Jahren nicht bewohnbar, denn es herrschten Bedingungen, die für jedes Leben tödlich gewesen wären.
Erst als sich die Erde und ihr Klima so veränderten, dass sich die ersten Einzeller und somit auch das Leben entwickeln konnten, war der Planet über Jahrtausende hinweg ständigen Klimaveränderungen ausgesetzt. Zwar sind die Ursachen für diese zum Teil dramatischen Klimaschwankungen äußerst vielfältig, aber die wohl bekannteste äußere Ursache für den Klimawandel, war wohl ein Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren auf der heutigen mexikanischen Halbinsel Yukatan. Es gilt als ziemlich sicher, dass durch diesen Einschlag und dessen Folgen einer dramatischen Klimaveränderung, alle Dinosaurier und über 70 Prozent des gesamten Lebens von der Erde verschwanden.
Heute mehren sich allerdings auch Hinweise, dass die Sonne einen gewaltigen Einfluss auf unser Klima hat, da sie wissenschaftlichen Studien zu Folge, einem elfjährigen Zyklus unterliegt und während dessen von den niedrigsten zu den höchsten Aktivitäten wechselt. Dabei können Sonnenwind-Partikel in die Erdatmosphäre eintreten und unser Wetter beeinflussen.

Eine noch viel wichtigere Frage beschäftigt heute allerdings die Wissenschaftler: Was spielt der Mensch für eine Rolle beim Klimawandel? Fest steht, seit 1976 wird eine prägnante Erwärmung des Klimas festgestellt und die Durchschnittstemperatur stieg im gesamten 20. Jahrhundert um etwa 0,6 Grad Celsius.
Bis zu 90 Prozent gilt sicher, dass der Mensch durch das Produzieren von Treibhausgasen eine entscheidende Rolle für die globale Erderwärmung spielt und somit auch mitverantwortlich dafür ist.
Aktuellen Berechnungen zu Folge, könnte sich die Erde bei den gegenwärtigen Tendenzen um bis zu weiteren 1,4 bis 5,8 Grad Celsius erwärmen. Die Auswirkungen einer solchen globalen Erderwärmung wären katastrophal, denn zum einen würden die Polkappen teilweise schmelzen und den Meeresspiegel gewaltig ansteigen lassen und es würde vermehrt zu Flutkatastrophen kommen. Zum anderen würde aber auch die Rate der Verdunstungen ansteigen und somit zur Vermehrung Wolkenbildung kommen. Zudem käme es dadurch zu vermehrten kräftigen Tiefdruckgebieten und Wetterextreme wie Fluten, Dürren, Orkanen und Hurrikans würden zunehmen.
Einigen Klimaforschern zu Folge, soll sich in etwa 30 Jahren die Schneefallgrenze soweit nach oben verschieben, dass in Deutschland zum Beispiel nur noch etwa zwei Wintersportgebiete übrig blieben. Aber nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt hätte die Erderwärmung verheerende Auswirkungen, denn sie können sich diesem rapiden Anstieg nicht so schnell anpassen und die Artenvielfalt würde sich sehr stark verringern. Nach Aussagen von EU-Kommissionen, könnten durch die globale Erderwärmung bereits im letzten Drittel dieses Jahrhunderts, jährlich zehntausende Menschen ums Leben kommen.

Die globale Erwärmung ist nicht mehr zu stoppen, das ist klar. Doch müssen wir lernen uns anzupassen. Es gibt auch eine Auswirkung auf unsere Ernährung. In unseren Breiten kommt es immer häufiger zu verregneten Sommern, dadurch wird die Ernte gefärdet. Dem könnte durch robustere Getreidesorten entgegengewirkt werden. In hitzeanfälligen trockenen Regionen muss eine bessere Bewässerung organisiert werden oder alternative Möglichkeiten Wasser zu speichern eingesetzt werden. Der Mensch ist anpassungsfähig und das muss er in der heutigen Zeit unter Beweis stellen.