Hurrikan

Unter einem Hurrikan versteht man im Allgemeinen einen tropischen Wirbelsturm, der seinen Ursprung stets in bestimmten Teilen des Atlantiks oder Pazifiks hat. Ein Hurrikan erreicht mindestens die Windstärke eines Orkans und ist vor allem durch seine immense Kraft und Schneisen der Verwüstung, die er hinterlässt, bekannt.

Immer wieder gingen Bilder um die Welt, in denen die Verwüstungskraft eines Hurrikans zu sehen war: Vom Wind weggetragene Häuser, in Trümmern liegende Autos, Familien, die innerhalb von Sekunden all ihr Hab und Gut verloren haben. Dies ist das, was wohl alle Menschen mit einem Hurrikan in Verbindung bringen.

Traurige Berühmtheit erreichte im Jahr 2005 der Hurrikan Katrina, der weite Teile der us-amerikanischen Stadt New Orleans verwüstete.

Doch was genau ist ein Hurrikan und wie kommt die unglaubliche Kraft im Zentrum eines Hurrikans zustande?

Wasser verdunstet in großen Mengen über einer weit reichenden Wasserfläche, deren Temperatur höher als 26,5 Grad sein muss. Durch die Kondensation der riesigen Wassermassen wird ein enorm hohes Maß an Energie freigesetzt, die zu einem Hurrikan mutiert. Aus diesem Grund findet man so gut wie niemals Hurrikane vor den Küsten Europas. Bis heute sind nur vereinzelte Hurrikane bekannt, die sich bis zu den Küsten Spaniens vorarbeiten konnten. Sobald die starken Winde das Festland erreichen, ebben sie in der Regel ab und lösen sich nach und nach auf.

Typisch für einen Hurrikan ist die Existenz eines so genannten „Auges“. Hierunter versteht man das Zentrum des Hurrikans, in der es windstill und niederschlagsfrei ist. Viele Menschen verwechselten diesen Zustand, der einige Minuten anhalten kann, mit dem Ende des Hurrikans, was nicht selten zu vermeidbaren Todesfällen und schweren Verletzungen der betroffenen Personen führte.

Oftmals werden die hohen Windgeschwindigkeiten, die im Inneren eines Hurrikans entstehen können, als besonders gefährlich angesehen. Hierbei werden die „Begleiterscheinungen“ oft vergessen, die ein Hurrikan in Form von Flutwellen und heftigem Niederschlag mit sich bringen kann. Über die Ufer tretende Flüsse sind beispielsweise oftmals ein Grund, weswegen tausende Menschen Haus und Hof verlieren. Hierbei kann der Hurrikan unter Umständen viele hundert Meter entfernt von den betroffenen Stellen getobt haben.

Besonders beeindruckend: Die Fortbewegungsgeschwindigkeit eines Hurrikans beträgt nur 15 bis 30 Stundenkilometer. Der Durchmesser des Hurrikans kann jedoch mehrere hundert Meter groß sein. So entsteht ein Zirkel, der alles aus den Angeln heben und Flächen von tausenden Quadratkilometern verwüsten kann. In der Regel entstehen Hurrikane vermehrt zwischen dem 01. Juni und dem 30. November. Besonders häufig sind sie in den Sommermonaten zu finden.

Bei einem akuten Hurrikan sollte man besser nicht auf der Straße sein und je nach Stärke ist der Keller der einzige sichere Ort. Bei besonders starken Hurrikans werden nicht nur Autos durch herumfliegende Kleinteile beschädigt, ganze Schiffe können hierbei durch die Luft geschleudert werden und Häuser zum Einsturz bringen. Mit solchen Stürmen ist nicht zu spassen und deshalb sollte man Hurrikanwarnung besser ernst nehmen.

Ein Hurrikan bildet sich in der Regel auf verschiedenen Meeren und bedroht dann die angesteuerten Küstenregionen. So sollte man sich zum Beispiel vor einem Hauskauf in Florida bewusst sein, dass auch die Küste dieses Staates häufiger von Hurrikans aufgesucht wird. Informationen zu diesen und den empfohlenen Verhaltensweisen kann man aber im Internet zu genüge nachlesen.