Sonneneruptionen, wenn die Sonne zu hell wird

Definiert werden Sonneneruptionen als sehr schnell aufkommende extreme Helligkeit der Sonnenatmosphäre, wobei sie meist dort auftreten, wo zuvor Sonnenflecken beobachtet wurden. Die Astronomen erkennen sie als helle Ausbuchtungen der Sonnenkorona und registrieren täglich zwischen 5 und 10 Eruptionen, die wenigen Sekunden bis über einer Stunde „leben“. Ausgelöst werden die Eruptionen von den elektromagnetischen Prozessen in dem Plasma, aus dem die Sonne besteht, bzw. von explosionsartigen Schwankungen von lokalen Magnetfeldern, die enorme Energiemengen frei setzen und ins Weltall schleudern: als Röntgen- und UV-Strahlung und als Teilchen (Protonen, Elektronen, Ionen). Die Erde erlebt sie als magnetische Stürme, die neben den zauberhaften Polarlichtern die unerwünschten Störungen des Magnetfeldes der Erde hervorrufen.

Auf die gewaltigsten Sonneneruptionen sind etliche Störungen und Schäden von technischen Geräten und Einrichtungen zurückzuführen, die mittlerweile weltweit beobachtet worden sind. So haben Millionen Kanadier viele Stunden lang im Dunkeln ausharren müssen, als im Jahr 1989 ein Sonnensturm das gesamte Stromnetz in Quebec lahm legte, wodurch die Strombetreiber hunderte Millionen Dollar hohe Schäden erlitten haben. Unauslöschlich aus der Erinnerung der Beschäftigten bei kanadischen Medien (Verlage, Rundfunk- und Fernsehsender) ist der Tag im Jahr 1994, an dem 2 Kommunikationssatelliten wegen Eruptionen ausfielen. Zu Kanadas Erfahrung zählen ferner Ausfälle von Mobilfunknetzen und GPS-Systemen dank wütenden Sonnenstürmen.

Wissenschaftler befürchten zukünftig noch zahlreichere und größere von Sonneneruptionen verursachten Schäden: So können sie durch extrem hohe Spannung Kraftwerkstransformatoren und Überlandleitungen beschädigen und sogar in Brand setzen, Ausfälle von Navigationssystemen, elektronischen Systemen und Radioempfang herbeiführen, Telefongespräche und Handygespräche plötzlich abbrechen lassen, den Funkverkehr & den Flugverkehr, die Eisenbahnsignalanlagen, die Satellitennavigation, die Kraftwerke und die Stromversorgung beeinträchtigen. Für möglich gehalten werden selbst Abstürze von Satelliten auf die Erde.

Unvergessen für die Astronomen bleibt bis heute der als der „Orkan“ unter den Sonnenstürmen in die Geschichte der Erde eingegangene Jahrhundertsturm vom 1. September 1859. Während er damals plötzlich Nordlichter über Rom und Hawaii herbeiführt hat, fürchten Wissenschaftler, dass ein "Jahrhundertsturm" heutzutage eine Katastrophe ungeheueren Ausmaßes für die wichtigsten technischen Infrastrukturen, wie Kommunikations- und Stromnetze, nach sich ziehen würde. Laut "NASA" werden in den Jahren 2010 bis 2012 starke Sonnenstürme erwartet.

Aufgrund der Vermehrung des CO2 Anteils in unserer Atmosphäre hat die Ozonschicht hart zu kämpfen. Da diese schon an mehreren Stellen Schwächen aufweist können Sonnenstrahlen in solchen Bereichen enorm schlechten Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Nicht selten sind Hautkrebs oder schnelle Faltenbildung die Folge.

Sonneneroptionen finden regelmäßig statt und sind gut auf der Sonnenoberfläche erkennbar. In unserer Zeit sind die Eruptionen zum Glück nicht heftig genug um unseren Planeten zu gefährden. Wer weis ob Dünnschichtmodule in Photovoltaikanlagen dem standhalten würden. Die Technik würde auf jeden Fall versagen. Aber interessant wäre, ob dann noch durch diese Anlagen Strom zu erzeugen wäre. Bis zu welcher Belastung die Anlagen halten, kann man bei den Anbietern erfragen.