Tsunami

Mit einem Tsunami bezeichnet man ein ozeonographisches Phänomen mit großer Zerstörungskraft. Eine kurze Wellenserie wird mit dem japanischen Wort Tsunami bezeichnet, wenn diese einige Charakteristiken erfüllt.

Tsunamis können seismischer Natur sein, wenn ein Erdbeben im Meer für die Irritierung sorgte. Größere Explosionen unterseeischer Art oder nukleare Detonationen im oder am Meer haben auch das Potential, eine zerstörerische Wellenserie zu kreieren, welche sich dann ausbreitet. Einige meteorologische Phänomene, wie mächtige Tiefdruckwirbelstürme, können unter bestimmten Bedingungen ebenfalls für Wellenserien sorgen, die mehrere Meter hoch sein können und tiefliegende Küstenrandgebiete bedrohen.

Bewegte Wassermassen sind in allen Fällen gigantisch und deren Auftreffen an Land kann verheerende Folgen haben. Tsunami heisst eigentlich harmlos "Hafenwelle", doch die Zerstörungskraft eines Tsunamis erlebte die Welt zuletzt im indischen Ozean im Jahre 2004, als ein Seebeben vor der Insel Sumatra einen Tsunami kreierte, der Tausende von Opfern in der Andamanensee zur Folge hatte und sogar auf dem afrikanischen Kontinent noch für Todesopfer sorgte. Tsunamiwellen breiten sich vom Entstehungspunkt her aus und können über viele Seemeilen weg noch verheerende Schäden anrichten. Die Fortbewegungsgeschwindigkeit ist von der Ursache abhängig, die Schäden können erst Stunden später an geographisch mit dem Entstehungspunkt nicht direkt verknüpften Orten stattfinden. Sie bewegen sich über Meere fort und das erlaubt Frühwarnsysteme für gefährdete Gebiete.
Ein Tsunami läßt sich nicht exakt prognostizieren. Seebeben können, müssen aber nicht zu einem Tsunami führen.

Frühwarnsysteme bestehen meist aus arretierten Bojen oder Sensoren, welche Wellenbewegungen und seismische Erschütterungen als Parameter mit Satelliten und Positionierungssystemen automatisch abgleichen. Eine Tsunamiwarnung wir dann gegeben, wenn Gefahr für eine von Menschen bewohnte Region besteht.

Die Forschung mit dem Tsunamiphänomen als Gegenstand steckt noch in den Kinderschuhen, doch jeder Tsunami weltweit wird nun registriert und von Wissenschaftlern genau analysiert. Die jüngsten tsunamibedingten Katastrophen haben international für viel Aufmerksamkeit gesorgt, Evakuierungspläne und -routen kennzeichnen die Gefahrengebiete der Andamanen. Die Naturwissenschaftler der verschiedenen Disziplinen arbeiten emsig an einer Verminderung der Gefahr für tsunamigefährdete Regionen. Noch weiß man nicht genug um diesbezüglich aussagefähig über das Naturphänomen urteilen zu können, deren Gefahrenpotential gilt aber als erkannt und wird nicht mehr unterschätzt!

Eine Monsterwelle wäre auch in der Lage ein großes Passagierschiff zu gefährden. Schlimmer ist jedoch der Aufprall auf das Festland. Die Folgen bekamen wir bereits zu sehen. Allerdings sind Tsunamis nicht an der Tagesordnung, weshalb man durchaus mit Kreuzfahrten auf das Meer fahren kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Das Meer ist noch nicht so erforscht wie wir es gerne hätten. Doch dadurch verliert es auch nichts an Faszination für uns. Die Unberechenbarkeit des Meeres zieht uns magisch an und schreckt zeitgleich doch auch ab.

Tsunamis sind unglaublich gefährlich, dagegen kann man sich kaum schützen. Ist einer losgebrochen kann man nur versuchen zu fliehen. Der letzte große Tsunami hat viele Opfer gefordert. Viele Urlauber sind dabei umgekommen oder wurden vermisst. Manche haben die Arbeit von einem Detektiv in Anspruch nehmen müssen um herauszufinden wo die Familie abgeblieben ist. Tsunamis kann man nicht besiegen, allerdings könnte man die Überlebenschancen der Menschen vergrößern, durch ein Frühwarnsystem. Damit sich die Menschen aus gefährdeten Gebieten rechtzeitig zurückziehen können.

Während ein Tsunami mit seiner enormen Kraft im Meer ein komplettes Schiff versenken könnte, so sind die Folgen für uns Menschen auf dem Festland viel verheerender. Beispielsweise auf den Kanarischen Inseln befinden sich zahlreiche Hotels, Wohnsiedlungen oder auch das Surf Camp Fuerteventura in unmittelbarer Strandnähe und aus diesem Grund wäre eine "Monsterwelle" für viele Einheimische und Urlauber tödlich und mit den Strandgebieten würde auch die Wirtschaft des Landes zusammenbrechen.