Vulkanausbruch

Vulkansausbrüche - Faszination und Naturkatastrophe zugleich

Vulkanausbrüche haben die Menschheit seit jeher gleichermaßen fasziniert und in Atem gehalten. Früher galten sie als Strafe der Götter, heute weiß man, wie Vulkanausbrüche entstehen können. Dennoch ist es der modernen Forschung nicht möglich, ein genaues Datum für den Ausbruch eines Vulkans zu prognostizieren.

Ein Vulkanausbruch ist die drastischste Form des Vulkanismus und ist zu den Naturkatastrophen zu zählen. Hierunter ist die explosionsartige Entleerung der Magmakammer zu verstehen, die im Inneren eines Vulkans ihren Ursprung hat. Das Magma kann jedoch über lange Zeit im Inneren des Vulkans verharren, ehe es zu einem Ausbruch kommen kann.
Bei einem schweren Vulkanausbruch können binnen kurzer Zeit riesige Mengen an Gesteinsmasse aus dem Vulkaninneren an die Oberfläche geschleudert werden, was oftmals den Untergang benachbarter Städte bedeuten kann.

Vulkanausbrüche in Meeren und Ozeanen können zu Tsunamis und Flutwellen führen, die ihrerseits Küstenstädte nahezu auslöschen können.

Was ist charakteristisch für einen Vulkanausbruch?

Die meisten schweren Vulkanausbrüche werden von glühend heißen Magmaströmen und Aschewolken begleitet, die sich ihren Weg hangabwärts bahnen und hierbei alles unter sich begraben. Die Asche sorgt dafür, dass das Umland oftmals lange Zeit unter einem Staubregen leiden muss, was beispielsweise für die Landwirtschaft schwere Folgen haben kann.

Besonders bekannt ist der Vesuv, der die römische Stadt Pompeji im Jahr 79 nach Christus vollständig von der Weltkarte ausgelöscht hatte.

Die moderne Wissenschaft konnte jedoch Vulkanausbrüche rekonstruieren, die Millionen Jahre vor Christi Geburt ganze Landstriche verwüsteten. Besonders bekannt sind hierbei der Yellowstone – Supervulkan und der La Garita-Caldera im us-amerikanischen Colorado.

Lahare - als besondere Begleiterscheinung eines Vulkanausbruchs

Als nicht weniger gefährlich im Bereich der Vulkanausbrüche sind Lahare. Diese bilden einen bis zu fünf Meter hohen Strom aus Schlamm, der mit bis zu 100 Stundenkilometern alles unter sich begräbt, was ihm im Weg steht. Solch ein Lahar konnte beispielsweise im Jahr 1982 am Mount St. Helens beobachtet werden.
Bei einem Lahar vermischt sich eruptives Material mit Wasser. Diese Vermischung führt zu dem genannten Schlammstrom.

Eine weitere Form des Vulkanausbruchs ist der effusive Ausbruch. Hierbei ist das Magma flüssiger und nicht übermäßig stark mit Gasen durchsetzt. Dieses Phänomen ist vor allem bei Schildvulkanen zu beobachten.

Erst vor kurzem gab es wieder einen Vulkanausbruch mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen für den europäischen Flugverkehr. Der Vulkan in Island sorgte für eine so hohe Ascheentwicklung, dass aufgrund extrem schlechter Sichtverhältnisse der Luftverkehr vorübergehend zu gefährlich wurde. Urlauber, welche in dieser Zeit Island Reisen geplant hatten, mussten auf ihren Urlaub wohl oder übel verzichten. Da der komplette nordeuropäische Flugverkehr lahmgelegt war, hatten viele Menschen Schwierigkeiten mit ihrer Heimreise, weswegen sowohl Urlauber als auch geschäftlich Reisende erst mit deutlichen Verspätungen wieder heimreisen konnten.